Anti Atom News
Hamburg: Radioaktives Material auf brennendem Frachter
(Quelle: ndr)
Hamburger Hafen
An Bord des Frachters, der Anfang Mai im Hamburger Hafen in Brand geraten war, hat sich radioaktives Material befunden. Nach Recherchen von NDR 90,3 und dem Hamburg Journal des NDR Fernsehens standen die Behälter mit rund 20 Tonnen der spaltbaren Substanzen direkt neben dem Brandherd.
"Hamburg ist nur knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt"
Uran-Hexafluorid1 und anderes radioaktives spaltbares Material waren auf dem Frachter "Atlantic Cartier", als dieser am 1. Mai am O'Swaldkai unweit der Hafencity in Flammen aufging. Das belegt die Gefahrgutliste, die dem NDR vorliegt. Besonders brisant dabei: Direkt nebenan in der Hafencity wurde der Eröffnungsgottesdienst des Evangelischen Kirchentages gefeiert. (...)
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Gorleben drohen weitere Castor-Transporte
(Quelle: NDR, von Ludger Vielemeier)
Gorleben
In das Atommüll-Zwischenlager Gorleben (Landkreis Lüchow-Dannenberg) könnten bald doch noch weitere Castoren gebracht werden.
Beobachter befürchten, dass die Landesregierung in Schleswig-Holstein einen Rückzieher machen könnte. Sie hatte in Erwägung gezogen, noch ausstehende Atommülltransporte aus dem britischen Sellafield oder dem französischen La Hague aufzunehmen. Bund und Länder hatten eigentlich vereinbart, vorerst keine Castoren mehr in Gorleben einzulagern.
"Das Papier nicht wert"
"Die Zusage des Landtags in Kiel, Castoren in Brunsbüttel aufzunehmen, ist das Papier nicht wert, auf dem es steht", sagte ein Insider. Diese Zusage sei an so viele Bedingungen geknüpft, die werde der Bund niemals erfüllen. Wichtiger noch: Nicht Landesregierungen beantragen das Einlagern der Castoren, sondern die Energieriesen. Doch die wollen von neuen, teuren Zwischenlagern nichts wissen - sie haben ja Gorleben. (...)
Neue Atomtransporte nach Ahaus aus Berlin, Mainz und München
(Quelle: contrAtom)
Atomtransporte
Castortransport nach Ahaus mit Polizeieskorte (2005)
Am 02.05.2013 hat die Betreiberfirma des Zwischenlager Ahaus bekanntgegeben, dass neue Verträge zwischen den Betreibern der Forschungsreaktoren München (M), Berlin (B) und Mainz (MZ) geschlossen wurden. Transportiert werden sollen hochradioaktive Brennelemente in “geringen Mengen”.
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) dazu: Es ist vorgesehen, das TBL Ahaus auch für die Aufbewahrung weiterer Brennelemente aus Forschungsreaktoren in Behältern der Bauart CASTOR MTR2 (zum Beispiel Hahn-Meitner-Institut Berlin (HMI), Universität Mainz, Forschungsneutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) der Technischen Universität München) zu nutzen.
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Türkei auf Atomkurs
(Quelle: taz Kommentar, von Jürgen Gottschlich)
Neue AKW in der Türkei
Die gesamte Türkei ist eine Erdbebenrisikozone. Russland und ein japanisch-französisches Konsortium planen trotzdem den Bau neuer Atomkraftwerke.
ISTANBUL taz | Während Deutschland gerade mühsam die Energiewende weg vom Atomstrom versucht, steuert die Türkei mit Macht in die atomare Zukunft. Am Freitag haben der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan und der japanische Premier Shinzo Abe ein Abkommen über den Bau eines neuen Atomkraftwerkes an der türkischen Schwarzmeer Küste unterzeichnet.
Das jetzt vereinbarte AKW in Sinop wird der zweite große AKW-Komplex, den die türkische Regierung in Auftrag gibt. Bereits vor knapp zwei Jahren hatten Erdogan und der damalige russische Ministerpräsident Putin unmittelbar nach dem Supergau in Fukushima vereinbart, dass der russische Staatskonzern Rosatom am Mittelmeer in Akkuyu, in der Nähe der Hafenstadt Mersin, ein erstes AKW bauen wird. (...)
Taz Artikel: Türkei auf Atomkurs
27 Jahre nach der Atomkatastrophe in Tschernobyl
(Quelle: Anti-Atom-Netzwerk)
Tschernobyl und Fukushima
Reparaturarbeiten am Kernkraftwerk Tschernobyl
© picture-alliance/akg-imagesExperten*Innen schätzen die Lage nach den Atomunfällen von Tschernobyl und Fukushima als weiterhin gefährlich ein.
Bei einer Anhörung des Umwelt-
ausschusses bezeichnete ein russischer Sachverständiger1 die Situation vor Ort weiterhin als kritisch.
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Tschernobyl Jahrestag - Protest in Russland
Die russische Umweltorganisation «Экозащита!» (ecodefense) protestierte am 26.04. zum Tschernobyl Jahrestag in Kaliningrad gegen den dort geplanten Bau der beiden AKW Blöcke.
Ein Protestbrief den zahlreiche internationalen Organisationen (90 Umwelt-, Menschenrechts und wissenschaftliche Organisationen aus 20 Ländern) unterzeichneten, wurde an die französische Großbank Société Général übergeben.
Die Société Général spielt mit dem Gedanken, die Finanzierung für die zwei AKW
zu unterstützen.
In Russland laufen zur zeit noch 11 weitere Reaktoren vom Tschernobyl Typ. Der Strom der geplanten AKW in Kaliningrad soll hauptsächlich nach Finnland und möglicherweise auch nach Deutschland (Ostsee-Trasse) exportiert werden.
Weitere Infos:
Anti-Atomaktivist*Innen ketteten sich an Zufahrtstor des Kraftwerkes in Grohnde
Anti-Atomaktivist*Innen ketteten sich um fünf vor zwölf am Hauptzufahrtstor des Kraftwerkes in Grohnde an und übergaben eine Denkschrift.
Die Aktion stand im Zusammenhang mit der Demonstration am Atomkraftwerk Brokdorf, bei der etwa 1500 Menschen teilnahmen und ist der Auftakt der diesjährigen Proteste zum Jahrestag der Tschernobyl Katastrophe.
Presse:
Polen: Mehrheit immer noch gegen Atomkraft
(Quelle: infoseite-polen.de)
Polen
Nach einer aktuellen CBOS-Umfrage unterstützen nur 35 % der polnischen Bevölkerung den Bau eines eigenen Atomkraftwerks.
52 % der 1060 repräsentativ ausgesuchten und befragten Personen sind gegen den AKW-Bau. 13 % wollten sich nicht festlegen. Ein Atomkraftwerk in der Nähe ihres Wohnorts wird von 70 % abgelehnt. 25 % würden dem AKW-Bau auch in einem solchen Fall zustimmen. (TVP Videotext)
Philippsburg kündigt Proteste gegen fremden Atommüll an
(Quelle: greenpeace-magazin)
Atommüll im Zwischenlager
Karlsruhe (dpa) - Die Stadt Philippsburg will keinen fremden Atommüll im Zwischenlager am gleichnamigen Kraftwerk akzeptieren. «Wir würden zivilen Ungehorsam leisten und dagegen auf die Straße gehen», sagte Bürgermeister Stefan Martus (CDU) am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Die Stadt in der Nähe von Karlsruhe habe das Zwischenlager hingenommen - auch weil die Politik den Bürgern ausdrücklich die begrenzte Lagerung nur von Atommüll aus Philippsburg zugesichert habe. Eine Änderung der Genehmigung werde man nicht akzeptieren. «Irgendwann ist gut», betonte Martus.
Das Zwischenlager Philippsburg ist für Atommüll im Gespräch, der nicht mehr ins oberirdische Zwischenlager Gorleben soll. Ein Teil der 26 Behälter in der Wiederaufarbeitung im Ausland könnte ab 2015 hierher oder nach Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) kommen.
Artikel: www.greenpeace-magazin.de