Anti Atom News
Solidarität mit russischen UmweltschützerInnen
(Quelle: BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg)
Russland
- Durchsuchungen auch bei russischen Umwelt-Organisationen
- „Keine Einschränkung der Arbeit von Umwelt- und Menschenrechtsinitiativen“
Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände fordern von der russischen Regierung die sofortige Einstellung sämtlicher staatlicher Repressionsmaßnahmen gegen zivilgesellschaftliche Organisationen sowie eine Aufhebung der 2012 erlassenen diskriminierenden Gesetze, z. B. in Bezug auf die Registrierung als „Agenten“. Aktuell fanden auch bei Umweltorganisationen wie der Ökologischen Baikalwelle in Irkutsk und Bellona in St. Petersburg staatliche Durchsuchungen statt. Zugleich fordern die deutschen Organisationen die Bundesregierung auf, sich bei der russischen Regierung energisch für die Wahrung der demokratischen Grundrechte einzusetzen.
Einsatz von Plutonium-Mox-Brennelementen im AKW Grohnde
(Quelle: contrAtom)
MOX-Brennelenmente
Atomkraftgegner sind empört über einen für April geplanten Einsatz von acht plutonium-haltigen MOX-Brennelenmenten im AKW Grohnde. Der Atomkonzern E-On-Kernkraft will in der Revisionszeit vom 5. April bis zum 9. Mai dieses Jahr acht der 16 Brennelemente einsetzen, die letztes Jahr im September und November gegen den heftigen Widerstand von Atomkraftgegnern angelieferten worden sind.
“E-On provoziert damit viele zusätzliche Gefahren: zum Beispiel ist die Neutronenstrahlung der MOX-Brennelemente höher, die den Versprödungsprozess des Reaktordruckbehälter noch verstärkt, dabei ist der Behälter sowieso schon aus einer besonders rissanfälligen, alten Stahlsorte gefertigt worden”, warnt Andreas Rohrmann von der Regionalkonferenz “AKW Grohnde abschalten!”. “E-On muss auf den Einsatz der MOX-Brennelemente verzichten, ansonsten muss die Niedersächsische Atomaufsicht einschreiten und den Einsatz von MOX-Brennelementen verbieten.”
Artikel: Atomkraftgegner empört über geplanten Einsatz von Plutonium-Mox-Brennelementen im AKW Grohnde
Stromausfall in Atomruine von Fukushima - Kühlsysteme stehen still
(Quelle: greenpeace-tagesthemen)
Fukushima
Tokio (dpa) - Nach einem Stromausfall im havarierten Atomkraftwerk Fukushima haben Reparaturtrupps am Dienstag mit Hochdruck am Wiederanfahren der Kühlsysteme gearbeitet. Betroffen sind die Abklingbecken der Reaktoren 1,3 und 4 sowie ein weiteres Abklingbecken. Wie japanische Medien unter Berufung auf den Betreiber Tepco weiter meldeten, ist die Zufuhr von Wasser zur Kühlung der beschädigten Reaktoren Nummer 1 bis 3 nicht beeinträchtigt. In diesen Reaktoren war es in Folge des Erdbebens und Tsunamis vom 11. März 2011 zu Kernschmelzen gekommen. Sorge bereitet jedoch das Becken des Reaktors 4, da dort viel mehr Brennstäbe liegen als in den anderen.
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Anwohner können gegen Castortransporte klagen
(Quelle: greenpeace.de, von Beate Steffens)
Castortransporte
Anwohner können gegen die Genehmigung von Atommülltransporten zwischen Dannenberg und dem atomaren Zwischenlager in Gorleben klagen. Laut einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig vom 14. März (AZ: BVerwG 7 C 34.11) können sie verlangen, dass geprüft wird, ob der gesetzlich gebotene Schutz gegen Transportunfälle und terroristische Anschläge gewährleistet ist.
Bereits vor über zehn Jahren hatten zwei Anwohner gegen die Transportgenehmigung des Bundesamtes für Strahlenschutz für Castorbehälter mit atomaren Brennelementen geklagt. "Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ist ein klarer Sieg für die Bürger und eine schwere Niederlage für die Atommüllverursacher E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall", sagt Mathias Edler, Atomexperte von Greenpeace. (...)
Die atomare Verlobung Frankreichs mit China und der Krieg in Mali
(Quelle: heise.de, Nathalie Roller)
Atomwirtschaft
Frankreich versucht, seine Nukleartechnologie an China zu verkaufen, und steht mit dem Land in Konkurrenz, wenn es um Rohstoffe in Afrika geht.
Die französische Regierung hat einer Zusammenarbeit zwischen dem Stromkonzern EDF, dem Atomspezialisten Areva und dem chinesischen Nuklearlieferanten CGNPC zugestimmt. Vorausgesetzt natürlich, dass kein technologischer Transfer an die Chinesen stattfindet. Der weilen greifern sowohl Frankreich wie China nach Uran. Abkommen hin oder her: Uran muss her!
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NaturFreunde fordern Auflösung von EURATOM
(Quelle: NaturFreunde Deutschland, Uwe Hiksch)
EURATOM
Anlässlich der anstehenden Bundestags-Abstimmungen zum Thema EURATOM erklärt Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands:
Die NaturFreunde Deutschlands begrüßen die morgige EURATOM-Debatte im Deutschen Bundestag über die Anträge der Oppositionsparteien. Während DIE LINKE und Bündnis 90/Die Grünen die Auflösung von EURATOM fordern, beantragt die SPD eine grundlegende Umgestaltung des Vertrages.
Taiwan - Referendum über fast fertiges Atomkraftwerk
(Quelle: NZZ - Patrick Zoll, Tokio)
Taiwan nach Fukushima
Die taiwanische Regierung will die Bevölkerung zu einem fast fertig gebauten, umstrittenen Atomkraftwerk befragen. Die Anti-Atomkraft-Bewegung wittert eine Chance, das Projekt noch zu Fall zu bringen.
Taiwans neuer Ministerpräsident Jiang Yihuah ist erst seit kurzem im Amt, doch er setzt seinen Posten bereits aufs Spiel. Wenn sich das Volk in einem Referendum gegen die Fertigstellung des vierten Atomkraftwerks des Landes ausspreche, übernehme er die Verantwortung und trete zurück, sagte er Anfang des Monats in einer Parlamentssitzung. Auf den ersten Blick verwirrend ist dabei, dass Jiang selbst das Referendum angesetzt hat, ohne rechtlich dazu gezwungen zu sein. Auch der Zeitpunkt überrascht: Das Kraftwerk ist nach 16-jähriger Bauzeit praktisch fertig, und in Kürze sollten die Brennelemente eingeführt werden.
Hintergedanken?
Die Opposition unterstellte Jiang postwendend Hintergedanken. Sie vermutete, dass die Regierung angesichts der hohen Hürden für ein Referendum mit einem Scheitern rechne und der Fertigstellung mit der Befragung den Anschein einer Legitimierung geben wolle. (...)
Indien: Massenprotest gegen Inbetriebnahme von AKW Kudankulam
(Quelle: RIA Novosti)
AKW Kudankulam
Im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu haben mehr als 2500 Menschen am Montag versucht, das Atomkraftwerk Kudankulam vom Meer aus zu blockieren, wie die Zeitung „Deccan Chronicle“ am Dienstag schreibt.
Die Protestaktion fand am 2. Jahrestag der Nuklearkatastrophe im japanischen AKW Fukushima 1 statt. Die Demonstranten versuchten, mit rund 500 Booten an die Atomanlage heranzufahren, wurden jedoch von der Seepolizei und vom Küstenschutz gestoppt. Es liegen keine Informationen über Festnahmen vor. (...)
Artikel: Indien: Massenprotest gegen Inbetriebnahme von AKW Kudankulam
Weitere Infos:
Polens Premier Tusk: Zur Atomenergie gibt es keine Alternative
(Quelle: infoseite-polen.de)
Polen
Auf einer Pressekonferenz am 12. März hat Premier Tusk im Anschluss an eine Kabinettssitzung zur Energiepolitik Stellung bezogen.
Laut Tusk wird in den nächsten 10 bis 12 Jahren die polnische Stromversorgung weiterhin auf den herkömmlichen Energieträgern beruhen, wobei den erneuerbaren Energien eine wachsende Bedeutung zukomme. In diesem Zeitraum und noch lange danach wird für Polen aber die Braunkohle der wichtigste Energieträger für die Stromerzeugung sein. Danach gelte es einen Energie-Mix aufzubauen, in dem auch die Kernenergie eine bedeutsame Rolle spielen müsse. (...)
Artikel: http://www.infoseite-polen.de