Anti Atom News
Türkei auf Atomkurs
(Quelle: taz Kommentar, von Jürgen Gottschlich)
Neue AKW in der Türkei
Die gesamte Türkei ist eine Erdbebenrisikozone. Russland und ein japanisch-französisches Konsortium planen trotzdem den Bau neuer Atomkraftwerke.
ISTANBUL taz | Während Deutschland gerade mühsam die Energiewende weg vom Atomstrom versucht, steuert die Türkei mit Macht in die atomare Zukunft. Am Freitag haben der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan und der japanische Premier Shinzo Abe ein Abkommen über den Bau eines neuen Atomkraftwerkes an der türkischen Schwarzmeer Küste unterzeichnet.
Das jetzt vereinbarte AKW in Sinop wird der zweite große AKW-Komplex, den die türkische Regierung in Auftrag gibt. Bereits vor knapp zwei Jahren hatten Erdogan und der damalige russische Ministerpräsident Putin unmittelbar nach dem Supergau in Fukushima vereinbart, dass der russische Staatskonzern Rosatom am Mittelmeer in Akkuyu, in der Nähe der Hafenstadt Mersin, ein erstes AKW bauen wird. (...)
Taz Artikel: Türkei auf Atomkurs
27 Jahre nach der Atomkatastrophe in Tschernobyl
(Quelle: Anti-Atom-Netzwerk)
Tschernobyl und Fukushima
Reparaturarbeiten am Kernkraftwerk Tschernobyl
© picture-alliance/akg-imagesExperten*Innen schätzen die Lage nach den Atomunfällen von Tschernobyl und Fukushima als weiterhin gefährlich ein.
Bei einer Anhörung des Umwelt-
ausschusses bezeichnete ein russischer Sachverständiger1 die Situation vor Ort weiterhin als kritisch.
Weiterlesen: 27 Jahre nach der Atomkatastrophe in Tschernobyl
Tschernobyl Jahrestag - Protest in Russland
Die russische Umweltorganisation «Экозащита!» (ecodefense) protestierte am 26.04. zum Tschernobyl Jahrestag in Kaliningrad gegen den dort geplanten Bau der beiden AKW Blöcke.
Ein Protestbrief den zahlreiche internationalen Organisationen (90 Umwelt-, Menschenrechts und wissenschaftliche Organisationen aus 20 Ländern) unterzeichneten, wurde an die französische Großbank Société Général übergeben.
Die Société Général spielt mit dem Gedanken, die Finanzierung für die zwei AKW
zu unterstützen.
In Russland laufen zur zeit noch 11 weitere Reaktoren vom Tschernobyl Typ. Der Strom der geplanten AKW in Kaliningrad soll hauptsächlich nach Finnland und möglicherweise auch nach Deutschland (Ostsee-Trasse) exportiert werden.
Weitere Infos:
Anti-Atomaktivist*Innen ketteten sich an Zufahrtstor des Kraftwerkes in Grohnde
Anti-Atomaktivist*Innen ketteten sich um fünf vor zwölf am Hauptzufahrtstor des Kraftwerkes in Grohnde an und übergaben eine Denkschrift.
Die Aktion stand im Zusammenhang mit der Demonstration am Atomkraftwerk Brokdorf, bei der etwa 1500 Menschen teilnahmen und ist der Auftakt der diesjährigen Proteste zum Jahrestag der Tschernobyl Katastrophe.
Presse:
Polen: Mehrheit immer noch gegen Atomkraft
(Quelle: infoseite-polen.de)
Polen
Nach einer aktuellen CBOS-Umfrage unterstützen nur 35 % der polnischen Bevölkerung den Bau eines eigenen Atomkraftwerks.
52 % der 1060 repräsentativ ausgesuchten und befragten Personen sind gegen den AKW-Bau. 13 % wollten sich nicht festlegen. Ein Atomkraftwerk in der Nähe ihres Wohnorts wird von 70 % abgelehnt. 25 % würden dem AKW-Bau auch in einem solchen Fall zustimmen. (TVP Videotext)
Philippsburg kündigt Proteste gegen fremden Atommüll an
(Quelle: greenpeace-magazin)
Atommüll im Zwischenlager
Karlsruhe (dpa) - Die Stadt Philippsburg will keinen fremden Atommüll im Zwischenlager am gleichnamigen Kraftwerk akzeptieren. «Wir würden zivilen Ungehorsam leisten und dagegen auf die Straße gehen», sagte Bürgermeister Stefan Martus (CDU) am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Die Stadt in der Nähe von Karlsruhe habe das Zwischenlager hingenommen - auch weil die Politik den Bürgern ausdrücklich die begrenzte Lagerung nur von Atommüll aus Philippsburg zugesichert habe. Eine Änderung der Genehmigung werde man nicht akzeptieren. «Irgendwann ist gut», betonte Martus.
Das Zwischenlager Philippsburg ist für Atommüll im Gespräch, der nicht mehr ins oberirdische Zwischenlager Gorleben soll. Ein Teil der 26 Behälter in der Wiederaufarbeitung im Ausland könnte ab 2015 hierher oder nach Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) kommen.
Artikel: www.greenpeace-magazin.de
Anti-Atom-Gruppen lehnen Kompromiss zum Endlagersuchgesetz ab
(Quelle: Dirk Seifert)
Endlagersuchgesetz
Auf einer Pressekonferenz in Hannover haben heute Anti-Atom-Organisationen den bisherigen Kompromiss für ein Endlagersuchgesetz abgelehnt. Das Hamburger Abendblatt fasst zusammen: “Der von Umweltminister Altmaier erzielte Kompromiss wird von Atomkraftgegnern abgelehnt. Sie fordern die niedersächsische Regierung auf, am Dienstag beim Spitzentreffen das geplante Gesetz abzulehnen.” Die BI Lüchow Dannenberg, Greenpeace, ausgestrahlt informierten die Presse: “Hauptkritikpunkt ist, dass das Gesetz bereits vor der Sommerpause verabschiedet werden soll, noch bevor die ebenfalls vorgesehene Enquete-Kommission zur Standortsuche überhaupt Ergebnisse hat erarbeiten können”, so das Abendblatt.
Artikel: http://umweltfairaendern.de
Solidarität mit russischen UmweltschützerInnen
(Quelle: BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg)
Russland
- Durchsuchungen auch bei russischen Umwelt-Organisationen
- „Keine Einschränkung der Arbeit von Umwelt- und Menschenrechtsinitiativen“
Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände fordern von der russischen Regierung die sofortige Einstellung sämtlicher staatlicher Repressionsmaßnahmen gegen zivilgesellschaftliche Organisationen sowie eine Aufhebung der 2012 erlassenen diskriminierenden Gesetze, z. B. in Bezug auf die Registrierung als „Agenten“. Aktuell fanden auch bei Umweltorganisationen wie der Ökologischen Baikalwelle in Irkutsk und Bellona in St. Petersburg staatliche Durchsuchungen statt. Zugleich fordern die deutschen Organisationen die Bundesregierung auf, sich bei der russischen Regierung energisch für die Wahrung der demokratischen Grundrechte einzusetzen.
Einsatz von Plutonium-Mox-Brennelementen im AKW Grohnde
(Quelle: contrAtom)
MOX-Brennelenmente
Atomkraftgegner sind empört über einen für April geplanten Einsatz von acht plutonium-haltigen MOX-Brennelenmenten im AKW Grohnde. Der Atomkonzern E-On-Kernkraft will in der Revisionszeit vom 5. April bis zum 9. Mai dieses Jahr acht der 16 Brennelemente einsetzen, die letztes Jahr im September und November gegen den heftigen Widerstand von Atomkraftgegnern angelieferten worden sind.
“E-On provoziert damit viele zusätzliche Gefahren: zum Beispiel ist die Neutronenstrahlung der MOX-Brennelemente höher, die den Versprödungsprozess des Reaktordruckbehälter noch verstärkt, dabei ist der Behälter sowieso schon aus einer besonders rissanfälligen, alten Stahlsorte gefertigt worden”, warnt Andreas Rohrmann von der Regionalkonferenz “AKW Grohnde abschalten!”. “E-On muss auf den Einsatz der MOX-Brennelemente verzichten, ansonsten muss die Niedersächsische Atomaufsicht einschreiten und den Einsatz von MOX-Brennelementen verbieten.”
Artikel: Atomkraftgegner empört über geplanten Einsatz von Plutonium-Mox-Brennelementen im AKW Grohnde