Infos zu Fukushima
Dokumentarfilm: Next Stop Fukushima
Der Film "Next Stop Fukushima" zeigt aktuelle Bilder (März-Mai 2012) aus der 20-km-Sperrzone rund um um das AKW Fukushima Daiichi sowie aus der Stadt Fukushima, die etwa 80 Kilometer vom Katastrophenreaktor entfernt ist. Außerdem schildert Dr. Sebastian Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz, im Interview mit Dorothée Menzner, der energiepolitischen Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE, die Situation vor Ort.
Bei uns nachzulesen: Interview mit Dr. Sebastian Pflugbeil zur Situation in Fukushima
Fukushima - Gesundheitsuntersuchung – Absprache hinter verschlossenen Türen
(Übersetzter Artikel: Mainich-Zeitung, Oktober 2012)
In Bezug auf das Überprüfungskomitee für die Einwohnergesundheitsuntersuchung der Präfektur Fukushima, die die Präfektur nach dem Reaktorunfall von Fukushima 1 von Tepko beschloss durzuführen, kam jetzt heraus, dass im Auftrag der Präfektur immer im Voraus eine „Vorbereitungssitzung“ stattgefunden hat. Bei dieser Vorbereitungssitzung seien die Meinungen der Komiteemitglieder zu den Untersuchungsergebnissen verglichen, und sei daraus beispielsweise die gemeinsame Erkenntnis gebildet worden, dass der gefundene Krebsfall mit dem Reaktorunfall nichts zu tun hat. Darüber hinaus sei hier noch das Szenario für das darauffolgende Überprüfungskomitee geschrieben wurden.
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Willkommen in Fukushima Beach - Ungetrübte Badefreude nach dem GAU?
(Quelle: Takehiko Kambayashi, greenpeace magazin )
Fukushima
Von Takehiko Kambayashi, dpa Iwaki (dpa) - Kinder planschen mit ihren bunten Schwimmreifen in den Wellen. Erwachsene liegen im Sand und sonnen sich. Ein typischer Sommertag am Meer, wie es scheint. Doch die Idylle trügt, denn es ist nicht irgendein Strand, wie das blaue Schild zeigt: «Welcome to Fukushima» ist dort zu lesen. Nur 65 Kilometer weiter nördlich liegt das japanische Atomkraftwerk, das nach einem Erdbeben mit Tsunami vor 16 Monaten eine dreifache Kernschmelze erlebte und die Welt in Angst und Schrecken versetzte.
Der Nakoso-Strand in Iwaki ist der erste und auch der einzige, den die Behörden Japans nach der Atomkatastrophe in der Präfektur Fukushima wieder geöffnet haben - trotz der Sorgen um die Strahlung in der Gegend. Früher hat der Strand mit seinem weißen Sand und der üppigen Vegetation rundherum im Hochsommer Urlauber in Scharen angezogen. An diesem Tag sind aber kaum mehr als 200 Badegäste zu sehen. Viele Kinder sind allerdings darunter.
«Wenn wir uns ständig wegen der Strahlung Sorgen machen würden, könnten wir gar nichts mehr unternehmen», sagte eine Frau, die ihre zwei Jahre alte Tochter im Arm hält. Daheim hätten sie es nicht mehr ausgehalten, deshalb sei sie mit der Familie an den Nakoso-Strand gefahren. Es sei eben der nächstgelegene. «Wir essen auch Gemüse, das wir in unserem Garten pflanzen, und die Kinder gehen im Pool ihrer Schule schwimmen.»
Eine junge Frau in den Zwanzigern, die mit Freunden am Strand liegt, wundert sich über die wenigen Besucher. «Über die Radioaktivität haben wir gar nicht nachgedacht», erzählt sie. «Die Strahlungswerte hier sind viel niedriger als bei uns», meint indes ein Rentner, der aus Naraha, einem der Sperrgebiete um das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi, stammt. Er ist mit seinen zwei Enkelinnen an den Strand gekommen.
Die Radioaktivität in der Luft liegt an diesem Tag laut den offiziellen Messungen tatsächlich weit unter den als gesundheitsgefährdend geltenden Werten und sogar unter dem Niveau der natürlichen Strahlung in vielen Ländern. Es sei unbedenklich, im Meer zu baden, sagen die örtlichen Behörden. Wie hoch die Strahlung im Wasser ist, verraten sie aber nicht.
Etwas abseits vom Strand, im Unterholz, hat eine örtliche Umweltgruppe höhere Werte festgestellt, wie ein Beamter der Stadtverwaltung bestätigt. Es sei aber nicht geplant, die Gegend abzusperren. Die Ängste der Menschen will er allerdings auch nicht einfach abtun. «Die Stadt hat den Strand zwar wiedereröffnet, aber jeder muss sich sein eigenes Urteil bilden.»
«Wer sich wegen der Strahlung Sorgen macht, kommt ohnehin nicht hierher», meint der Beamte. Und das sind recht viele. Seit der Atomkatastrophe habe sie nur wenige Buchungen gehabt, bedauert die Besitzerin eines Gästehauses. «Im Sommer waren die Parkplätze sonst voll, und die Hotels wurden mit Übernachtungsanfragen überhäuft.» Inzwischen haben aber Zehntausende aus Furcht vor den Auswirkungen der Strahlung die Präfektur Fukushima verlassen. (...)
Der unbeabsichtigte Ausstieg
(Quelle: taz, von Martin Fritz)
Atomkraft in Japan
Gut ein Jahr nach der Katastrophe von Fukushima hat Japan das letzte von über 50 Kraftwerken abgeschaltet. Doch die Atomlobby setzt auf einen Neuanfang.
Japan hat sich von der Atomkraft verabschiedet. Eher unbeabsichtigt und nur vorübergehend. Aber seit der Abschaltung von Reaktorblock 3 des Kraftwerks in der Stadt Tomari auf der Hauptinsel Hokkaido am Samstag produziert Japan kein einziges Watt Atomstrom mehr. (...)
Link: http://www.taz.de/...
Fukushima - Gefahr aus dem Abklingbecken
(Quelle: Spiegel, Markus Becker)
Fukushima
Gefahr aus dem Abklingbecken
In den Abklingbecken des havarierten Atomkraftwerks Fukushima lagern bis heute ungeheure Mengen heißer Brennstäbe, und damit hochgefährliches Material. Ein weiteres Erdbeben könnte eine neue Atomkatastrophe auslösen. Denn niemand weiß, wie stabil die Gebäude noch sind.
Ron Wyden ist in der Öffentlichkeit meist in Anzug und Krawatte zu sehen. Doch Anfang April hüllte sich der US-Senator in einen Strahlenschutzanzug und begutachtete die Ruinen des Kernkraftwerks Fukushima. Was er sah, machte ihn nervös. "Hunderte Tonnen Trümmer" seien auf dem Gelände des japanischen AKW verstreut, sagte Wyden dem US-Sender MSNBC. "Besondere Sorge" bereite ihm aber nicht die Unordnung, sondern die gewaltigen Mengen an nuklearem Brennstoff, die in den Abklingbecken in den oberen Stockwerken der Reaktorgebäude lagern...
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Atomruine Fukushima: Probleme ohne Ende
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- Erstellt am Freitag, 16. Dezember 2011 16:47
(Quelle: ContrAtom - 16.12.2011)
Fukushima
Atomruine Fukushima: Probleme ohne Ende
In der Atomruine Fukushima Daiichi soll der cold shutdown gelungen sein, die kontrollierte Abschaltung. Doch der Begriff trügt: Die Situation ist nicht unter Kontrolle. Eine Untersuchungskommission fordert, dem Betreiber TEPCO die Aufsicht über die Ruine zu entziehen.
Seit dem 24. März 2011 arbeitet eine unabhängige Kommission daran, den Hergang der Katastrophe von Fukushima aufzuklären. Sie wird vom früheren japanischen Premierminister Yukio Hatoyama geleitet und soll auch den derzeitigen Zustand der Reaktoren untersuchen.
Zusammen mit seinem Kollegen Tomoyuki Taira hat Hatoyama jetzt einen Kommentar im Wissenschaftsmagazin Nature veröffentlicht. Darin fordert er, dem Betreiber TEPCO die Aufsicht über die Atomruinen zu entziehen. TEPCO kann viele Fragen nicht beantworten. Mehr noch: Es entsteht der Eindruck, Aufklärung sei gar nicht gewünscht. (...)
Artikel: http://www.contratom.de...
Greenpeace: Japanische Regierung verharmlost Fukushima
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- Erstellt am Freitag, 16. Dezember 2011 16:27
(Quelle: greenpeace magazin - 16. Dezember 2011, 14:03 )
Fukushima
Greenpeace: Japanische Regierung verharmlost Fukushima
Berlin (dpa) - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat der japanischen Regierung vorgeworfen, die Gefahren in Fukushima zu verharmlosen.
Der Atomenergieexperte der Organisation, Heinz Smital, sagte der Nachrichtenagentur dpa am Freitag, mit der Erklärung, die Atomruine sei sicher, gehe es Tokio darum, die Bevölkerung zu beruhigen. «Tatsächlich wird man noch Jahrzehnte mit Problemen von dieser Anlage zu kämpfen haben. Die Gebiete werden noch über Jahrzehnte radioaktiv kontaminiert sein.»
Neun Monate nach dem GAU von Fukushima hatte die japanische Regierung erklärt, die Reaktoren in Fukushima Daiichi seien in einer Kaltabschaltung («cold shutdown») unter Kontrolle gebracht worden. (...)
Artikel: http://www.greenpeace-magazin.de/...
Einer gegen Tepco
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- Erstellt am Montag, 12. Dezember 2011 17:57
(Quelle:zeit.de )
Fukushima
Fukushima: Kommunalpolitiker fordert in Japan Staat und Nuklearindustrie heraus
Mit Gummistiefeln und Geigerzähler: Ein Kommunalpolitiker fordert in Japan Staat und Nuklearindustrie heraus.
Iwaki/Tokyo - Im Gedränge ist der Ratsherr kaum zu erkennen. Auch, weil er vollkommen vermummt ist: doppelter Mundschutz, kompletter Regenanzug, Gummistiefel. Es ist neun Uhr morgens im Bezirksbüro Onahama der Stadt Iwaki. Iwaki ist mit 340.000 Einwohnern die größte Stadt in der Nähe der Atomkraftwerke von Fukushima. Von hier sind es noch 45 Kilometer bis zu den Radioaktivität leckenden Atommeilern. Im Bezirksbüro, wo wir den Ratsherrn Kazuyoshi Sato treffen, herrscht bereits hektisches Treiben. Das Erdgeschoss ist überfüllt von Leuten, die Wiederaufbauhilfe, Entschädigung oder auch nur Jodtabletten verlangen.(...)
Artikel: http://www.zeit.de...
Fukushima: Freisetzungen unmittelbar nach Erdbeben – vor Tsunami
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- Erstellt am Freitag, 11. November 2011 16:10
(Quelle: IPPNW)
IPPNW-Presseinformation vom 25.10.2011
Fukushima: 2,5-mal mehr radioaktives Xenon als durch Tschernobyl freigesetzt
Studie: Freisetzungen unmittelbar nach Erdbeben – vor Tsunami
Ein internationales Forscherteam aus Norwegen, Österreich, Spanien und den USA kommt in einer am 21. Oktober veröffentlichten Studie zu dem Ergebnis, dass durch den Super-GAU in Fukushima 2,5-mal so viel radioaktives Edelgas Xenon-133 freigesetzt wurde wie durch Tschernobyl. Es gibt laut Studie zudem „starke Hinweise“ darauf, dass die Freisetzung am 11. März 2011 infolge des Erdbebens bereits gegen 15 Uhr japanischer Zeit und somit noch vor dem Eintreffen des Tsunami begann. Für die Wissenschaftler ein Hinweis für „strukturelle Schäden“ an den Reaktoren durch die Einwirkungen des Erdbebens um 14.46 Uhr.(...)
Artikel: http://www.ippnw.de/...