Petition an Herrn Nobuteru Ishihara, Umweltminister
Japanische Anti-Atom-Aktivisten brauchen unsere Unterstützung. Wie schon von uns berichtet, werden in Japan kritische Berichterstattung zum Thema Atomkraftwerk und der Atomkatastrophe in Fushima zensiert und örtliche AktivistenInnen inner häufiger mit Repressionen überzogen.
Nun will das Umweltministerium in Fukushima eine experimentelle Verbrennungsanlage zur Vernichtung radioaktiven Mülls bauen lassen.
Petition
Petition unterzeichen: https://www.change.org
Deshalb bittet uns das Samegawa Liaison Committee against Incinerator Project Campaign Office um die Unterzeichnung einer Petition zur Aufgabe dieses Planes:
Petitionstext (übersetzt): Diese Petition wird Herrn Nobuteru Ishihara (Umweltminister) zugestellt. Wir fordern die Abschaffung einer Versuchs- Müllverbrennungsanlage in Fukushima.
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Sebastian Pflugbeil zu den Verhaftungen in Japan
(Quelle: Sebastian Pflugbeil)
Verhaftungen in Japan
In den vergangenen Wochen sind mehrere Demonstranten in Osaka festgenommen worden, die gegen die Verbrennung von kontaminiertem Schutt aus der Fukushimaregion in der Müllverbrennungsanlage am Rand von Osaka protestiert haben. Es sitzen immer noch AktivistenInnen in Untersuchungshaft, dieVerhaftungen sollen völlig überzogen gewesen sein.
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Werden nun – inmitten der japanischen Müllberge – die Grundrechte zu Müll?
(Quelle: afaz.at)
Fukushima-Japan
Die seit dem 11. März 2011 in Japan anfallenden Berge von Schutt und Müll, die zum Teil auch radioaktiv verseucht sind, sollen nun im Land verteilt und verbrannt werden. Dieses Thema tümpelt in den Medien so dahin, in diesen Tagen wird es wieder einmal nach oben gespült.
Mit der Verteilung und Verbrennung des Erdbeben- und Tsunami-Schutts im ganzen Land wird auch radioaktives Material verteilt und verbrannt. (...)
(...) Menschen, die sich gegen diese landesweite Verseuchung Japans wehren, wandern mittlerweile – schwupp di wupp – ganz einfach in den Knast, wie gerade eben in Osaka.
Seit dem 9. Dezember 2012 wurden Prof. Masaki Shimoji und weitere Bürger und Bürgerinnen festgenommen und inhaftiert. Alle Inhaftierten setzten sich für den Stopp der landesweiten Verteilung und Verbrennung von (auch radioaktivem) Müll und Schutt ein. Sie hatten sich am 17. Oktober, 15:00, als Gegner dieser landesweiten Verbrennungsaktion im Bahnhof von Osaka versammelt und waren durch den Bahnhof gegangen. (...)
(Auszüge des Artikels aus »http://www.afaz.at« )
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(Dokument: Protokolle)
Japan-Fukushima
Das Textmaterial wurde von einer japanischen Aktivistin zusammengestellt und übersetzt, wir möchten es gerne für euch veröffentlichen, wenn noch grammatikalische Ungenauigkeiten vorhanden sind, bitten wir dies zu entschuldigen.
Thema: Der angeklagte Arzt – Professor Shunichi Yamashita und das Protokoll seiner Stellungnahmen ( Teil 1 ) , Dokumente
Kommentar: Ryuichi Hirokawa
Kooperation: Yoshihiko Horiuchi, Mariko Kondo
Am 1.August wuden einige Anklagen beim Ortsgericht in Tokyo angenommen, bei denen es um die Verantwortungen im Bezug auf dem Unfall von Fukushima Daiichi und den Umgang mit den Folgen danach geht. Eine davon wurde von Herrn Hiroshi Takase und Herrn Shojiro Akashi eingereicht. Angeklagt sind dabei neben den verantwortlichen Politikern und Verantwortlichen des reaktorbetreibenden Unternehmens auch Shunichi Yamashita, der Berater für gesundheitliches Strahlenrisiko der Präfektur Fukushima ( der Vizedekan der medizinischen Hochschule der Präfektur Fukushima) und zwei andere. Bei der Pressekonferenz an dem Tag der Anklage äußerte Herr Hirose, dass alle für den Mord an Kindern mit verantwortlich sind, indem sie sagten, dass 100 Millisievert sicher wären, und damit den Kindern die Verstrahlung abverlangten. Herr Hirose stellte außerdem fest, dass die Verstrahlung ohne bewussten Willen der Betroffenen kriminell sei. Müssen ihre Taten wirklich in Rechenschaft gezogen werden? Hier ist eine Zusammenfassung von Stellungnahmen von Herrn Yamashita als DER Verantwortliche.
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(Quelle: contrAtom)
Fukushima - Block vier
Im japanischen Fukushima bahnt sich eine Katastrophe an, die die Havarie der vier Reaktoren in den Schatten stellen könnte. Block vier der Reaktorruine versinkt im Erdreich. Ein Kollabieren würde enorme Mengen an Radioaktivität freisetzen.
Wie Mitsuhei Murata, japanischer Botschafter in der Schweiz und im Senegal, in einem Interview erklärt, sinkt Block vier nach und nach in den Boden ein. Es bestehe die Gefahr, dass die Ruine vollends in sich zusammenfällt. Betreiber Tepco habe die Senkung selbst verursacht, weil seit mehr als anderthalb Jahren Tag für Tag Millionen Liter Meerwasser in den havarierten Block gepumpt werden und so der Boden darunter aufgeweicht wird.
Im Block 4 lagern im Abklingbecken in 30 Metern Höhe 1.535 Brennstäbe, insgesamt etwa 460 Tonnen Kernbrennstoff. Sollte der Behälter das Kühlwasser verlieren, würden die Brennstäbe überhitzen und schmelzen. Radioaktive Freisetzung, die viel größer ist als die bisherigen Abgaben könnten die Folge sein. (...)
Fukushima, der anhaltende Gau - Dinge die man wissen sollte!
(Quelle: Takako Kamada)
Fukushima
Am 31.08.2012 fand eine öffentliche Versammlung im Abgeordnetenhaus in Tokio über die verbliebenen Brennstäbe im Reaktor 4 von Fukushima-Daiichi statt. Dort hat Arnold Gundersen, ein US-amerikanischer Nuklearingenieur, eine Rede gehalten, in welcher er die Situation im Reaktor 4 als sehr ernst dargestellt hat.
Heute habe ich einen Bericht über diese Versammlung gelesen, welchen ein ehemaliger ranghoher japanischer Diplomat geschrieben hat. Auf die Gefahren, welche von den Brennstäben in Reaktor 4 ausgehen, möchte ich euch in einer Zusammenfassung berichten:
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Fukushima: Angst vor dem nächsten Beben
(Quelle: heise.de, Wolfgang Pomrehn)
Fukushima, Reaktor 4
Tausende abgebrannte Brennstäbe lagern in einem Becken in mehreren Metern Höhe, das nur von provisorischen Stützen und einem stark beschädigten Gebäude getragen wird
Stellen Sie sich vor, Sie sind Betreiber eines Atomkraftwerks und suchen einen Platz für ihre abgebrannten Brennstäbe. Die müssen nämlich zunächst in ein sogenanntes Abklingbecken, wo unter beständiger Wasserkühlung die radioaktiven Zerfallsprozesse der Spaltprodukte weit genug abklingen, so dass die Restzerfallswärme handhabbar wird und der Atommüll behandelt und gegebenenfalls auch transportiert werden kann. Wo auf ihrem Betriebsgelände würden Sie also ein solches Becken einrichten, zumal wenn Sie Ihren Meiler in eine immer wieder mal von schweren Erdbeben und Tsunamis gefährdeten Region errichtet hätten. Doch sicherlich nicht aufs Dach der Anlage oder in eines der oberen Stockwerke, sonder eher ebenerdig, oder?
Interview mit Dr. Sebastian Pflugbeil zur Situation in Fukushima
(Quelle: von Dorothée Menzner, Samstag, 19. 05. 2012)
Pressekonferenz: 15. August 2011 Foto: Xanthe Hall / IPPNW
Interview mit dem Atomexperten Dr. Sebastian Pflugbeil für das japanische Fernsehen "BS2"
Dorothée Menzner: Herr Dr. Pflugbeil, wie ist nach Ihren Informationen aktuell die Situation in Fukushima? Hat sich da wirklich die letzten Monate so viel entspannt, wie uns die Berichte glauben machen, oder muss man, wie man vereinzelt liest, nach wie vor von einer kritischen und gefährlichen Situation ausgehen?
Dr. Sebastian Pflugbeil: Na, ein Teil der Bevölkerung, das muss man wohl zugestehen, gewöhnt sich langsam an die Situation. Ein Teil der Medien auch. Das ist nicht mehr so vorne an in den Nachrichten. Aber die Fachleute und der andere Teil der Bevölkerung sind schwer beunruhigt über die Zustände auf der Anlage. Das schlimmste, was im Moment blüht, ist eine Panne in dem Block 4, der zunächst am wenigsten beschädigt aussah - wo sich seit einigen Monaten festgemacht hat, dass in einer großen "Badewanne" 1.500 alte Brennelemente hängen. Die ist im 5. Stock, diese Badewanne, und das ganze Gebäude besteht praktisch nur noch aus einem Betongerippe, das windschief in der Gegend steht. Und es besteht die große Gefahr, dass diese Badewanne undicht wird, das Kühlwasser rausläuft, oder dass sie ganz herunterkracht, dass das ganze Gebäude umkracht, und dann würden sich 1.500 abgebrannte Brennelemente selber zerstören, und da gibt es von Fachleuten in Japan handfeste Abschätzungen, die so weit gehen, dass man mit einer Evakuierung bis zu 250 Kilometer rechnen muss. Das wäre wesentlich schlimmer noch als alles, was bisher passiert ist. Das tangiert dann Tokio, den Großraum Tokio, und so eine Evakuierung mit dem Radius ist schlechterdings nicht vorstellbar.
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Letzte Warnung Fukushima: Das atomare Weltsystem
- Details
- Erstellt am Freitag, 09. September 2011 08:30
(Quelle:von Winfried Wolf)
Wir schreiben den 6. März 2011. Der Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszug ″Hayabusa″ - ″Der Falke″ - absolviert seine Jungfernfahrt. Er erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 300 km/h. In Bälde sollen es 320 km/h sein. Er bewältigt die 675 km Entfernung, die zwischen Tokio und Aomori an der nördlichen Spitze der japanischen Hauptinsel Honshu liegen, in drei Stunden. Es gibt fünf Unterwegshalte, im Schnitt jeweils ein Halt nach 135 km Fahrt. Der Zug, der überwiegend mit Atomstrom fährt, passiert 14 Atomkraftwerke, rein rechnerisch alle 50 km ein AKW. ″Der Falke″ rast vorbei an dem Reaktor Tokai 2 (fertiggestellt 1978), an den vier Reaktoren des Fukushima-Daini-Komplexes (die zwischen 1981 und 1986 ans Netz gingen), an den sechs Reaktoren des Komplexes Fukushima-Daichi (die zwischen 1970 und 1979 ans Netz gingen) und an den drei Atommeilern des Komplexes Onagawa (die zwischen 1983 und 2003 erstellt wurden). Die Shinkansen-Streckenführung geht weitgehend parallel zu einer in 150 bis 200 km Entfernung in Küstennähe verlaufenden Linie, wo die philippinische, die pazifische und die eurasische Platte der Erdkruste aufeinanderstoßen, also entlang tektonischer Plattengrenzen, die die Ursache relativ regelmäßig wiederkehrender Erdbeben sind.
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