Diverses
Anti-Atom-Segeltörn kommt am 08.09. nach Lubmin und Greifswald
Ahoi aus Schweden!
Seit dem 25. August sind wir mit der Lovis unter dem Motto „energy turn now“ von Stockholm nach Greifswald unterwegs.
Mit rund 30 Menschen aus sechs verschiedenen Ländern ( Polen, Rußland, Weißrußland, Litauen, Schweden und Deutschland) vernetzen wir uns über die jeweiligen energiepolitischen Situationen, v.a. in Bezug auf Atomenergie, Fossile Brennstoffe und Erneuerbare Energien.
Weiterlesen: Anti-Atom-Segeltörn kommt am 08.09. nach Lubmin und Greifswald
Wackersdorf - der zähe Kampf am Bauzaun
(Quelle: donaukurier.de - Johannes Greiner)
Wackersdorf
Wuchtig steht das große Holzkreuz mit der schmerzgekrümmten Jesusfigur im stillen Taxöldener Forst. Man sieht ihm seine bewegte Geschichte nicht gleich an, die mitten in ein entscheidendes Kapitel der deutschen Atompolitik reicht – und in eine der erbittertsten Auseinandersetzungen zwischen Bürgerwillen und Staatsgewalt in der Geschichte der Bundesrepublik.
Hier bei Wackersdorf in der Oberpfalz sollte in den 80er Jahren eine Wiederaufarbeitungsanlage für abgebrannte Brennelemente aus Atomkraftwerken – kurz WAA – gebaut werden – der Schlussstein des Atomenergie-Kreislaufs. Kurz zuvor war der Braunkohletagebau in Wackersdorf eingestellt worden, die Arbeitslosenzahl war hoch. Die „industriegewohnte“ Bevölkerung werde die Plutoniumfabrik schon tolerieren, so das Kalkül des damaligen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß. Er sollte sich täuschen.
Das Projekt bringt die ganze Region in Aufruhr. Als Ende 1985 die Arbeiter anrücken, um den Wald für den WAA-Bauplatz zu roden, besetzen Atomkraftgegner den Platz und bauen ein Hüttendorf. Unter ihnen der junge Bildhauer Stefan Preisl, der in aller Eile eine Jesusfigur für ein großes Kreuz schnitzt. Der Jesus wird mit dem Hüttendorf von der Polizei geräumt und in der Nähe, neben dem Franziskus-Marterl, wieder aufgestellt. Er ist ein Symbol für den immer heftiger werdenden Widerstand gegen die Atomfabrik – bis er eines Nachts unter den Augen der Polizei spurlos verschwindet. Nur die abgerissenen Hände bleiben, sie hängen heute noch als Mahnung an einem Baum auf der Lichtung. (...)
Link: Artikel weiterlesen
US-Rüstungsexperte Seay über Atomwaffen
(Quelle: taz, Interview - Dorothea Hahn)
Atomwaffen
Politisch eine schlechte Idee
Pershing, Militärparade, 1969Der Rüstungsexperte Edward Seay erklärt den geringen militärischen Nutzen der in Europa stationierten US-Atomwaffen. Und sagt, warum sie trotzdem nicht abgezogen werden.
taz: Herr Seay, rund 180 taktische Atomwaffen der USA sind in fünf europäischen NATO-Ländern stationiert: In Deutschland, Belgien, Italien, den Niederlanden und der Türkei. Warum noch immer?
Ted Seay: Sie sind ein Überbleibsel des Kalten Krieges. Ihre Präsenz in Europa hat mehr mit Schwerfälligkeit als mit militärischem Nutzen zu tun. Die Nato ist durch ihr Wachstum eine enorm konservative Institution geworden. Es war schon schwer, einen Konsens zu finden, als sie acht, zwölf und sechzehn Mitglieder hatte. Aber jetzt müssten sich alle 28 Alliierten auf einen Abzug einigen. (...)
Vollständiger Artikel: http://taz.de/US-Ruestungsexperte-Seay-ueber-Atomwaffen/...
Physiker Dr. Sebastian Pflugbeil
Zur Person: Dr. Pflugbeil war als Bürgerrechtler, als Mitglied des sogenannten Runden Tisches und als Mitbegründer des Neuen Forums in der DDR eine der wesentlichen Schlüsselfiguren im Prozess der Wiedervereinigung der BRD. 1990 war er Minister ohne festen Geschäftsbereich in der letzten DDR-Regierung unter Hans Modrow und ist einer der wenigen Menschen, die den Sarkophag um den explodierten Reaktorblock von Tschernobyl von innen inspiziert haben. Pflugbeil lebt in Berlin und ist heute Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. (GFS) und Vorsitzender des Vereins Kinder von Tschernobyl.
Im Interview wird auf die Reaktor Katastrophe in Tschernobyl eingegangen.
- Podcast I (Dauer: 02:00:57):
Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.
- Quelle des Podcast: http://elementarfragen.de
Im zweiten Interview geht Dr. Sebastian Pflugbeil auch auf Fukushima ein.
- Podcast II (Dauer: 01:19:40):
Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.
- Quelle des Podcast: http://elementarfragen.de
Presseerklärung der bundesweiten Herbstkonferenz 2011
Presseerklärung der bundesweiten Herbstkonferenz der Anti-AKW-Bewegung
Von Freitag, dem 30. September – Sonntag, den 02. Oktober haben sich in Göttingen AKW-GegnerInnen aus dem ganzen Bundesgebiet zur ihrer Herbstkonferenz getroffen und die nachfolgende Erklärung verabschiedet, die am Sonntag um 15.00 Uhr bei den Aktionen am AKW Grohnde der Presse vorgestellt wurde.
Göttingen / Grohnde, 02. Oktober 2011
Fukushima hat die zwingende Notwendigkeit der sofortigen Stilllegung aller Atomanlagen weltweit abermals dramatisch deutlich gemacht. Mit der Stilllegung von acht beliebig ausgewählten Atom-Reaktoren hat die Bundespolitik aber lediglich dem gesellschaftlichen Druck in Deutschland Rechnung getragen.
Die Politik feiert ihren „Atomausstieg“ und hofft, ein unbequemes Thema los zu sein. Acht Atomreaktoren sind vom Netz. Dies ist ein Erfolg des Jahrzehntelanges Widerstandes gegen Atomenergie. Die Freude darüber vernebelt aber nicht unseren klaren Blick:
Nein – eine logische Konsequenz aus den Ereignissen in Fukushima oder gar ein grundlegender Wandel der Energiepolitik ist dieser „Atomausstieg“ nicht!
Nein – dieser „Konsens“ kann nicht unserer sein!
Weiterlesen: Presseerklärung der bundesweiten Herbstkonferenz 2011