Internationales

atomkraft japan flach1Wir haben von einer japanischen Aktivistin wieder zwei Zeitungsberichte aus der japanischen Presse übersetzt bekommen. Die Presseartikel beziehen sich auf staatliche Repressionen gegen japanische BürgerInnen, die auf Grund ihrer Proteste eingeschüchtert und festgenommen wurden. Es reicht schon aus, wenn Informationen veröffentlicht werden, die vor einer radioaktiven Verstrahlung des kontaminierten Schutts der Fukushima und Tsunami Katastrophe warnen. Kritik und Öffentlichkeitsarbeit gegen die schlechte medizinische Behandlung für die Betroffenen, sowie gegen die unverantwortliche Verteilung der kontaminierten Lebensmittel in den Schulen und vieles mehr,  haben immer öfters staatliche Repressionen und Einschüchterungen gegen kritische BürgerInnen zur Folge.

Japan ist zwar ein wirtschaftlich erfolgreiches Land aber es gibt nur eingeschränkt gewachsene demokratische Strukturen, viele Japaner können ihre Meinungsfreiheit nur begrenzt ausüben und diese Situation scheint sich immer mehr zu verschärfen.

Zeitungsartikel

  1. Der erste Zeitungsartikel ist vom 23.11.2012,von Masao Awano (Journalist). Bei der für Monatsende geplanten Verbrennung des Katastrophenabfalls kam es zu Festnahmen von vier Anti Atom AktivistenInnen. Wir bieten den übersetzten Artikel für euch zum Download an:
  2. Der zweite Zeitungsartikel ist vom 21.12.2012, Tōkyō Shinbun Sonderbericht. Angesichts der Problematik um die Entsorgung des radioaktiv verstrahlten Tsunamiabfalls wurden drei Leute, darunter ein Universitätsprofessor, die ihre Kritik und Besorgnis an Passanten richteten und ihre Stimmen gegen die Verbrennung und Weiterverwendung der Asche zur Landgewinnung erhoben, durch die Polizei der Präfektur Ōsakazu verhaftet. Wir bieten den übersetzten Artikel für euch zum Download an:

Arbeitskampf im Tagebau El Cerrejón - Energiekonzerne Eon und Vattenfall in der Kritik

(Quelle: von Malte Daniljuk, amerika21)

Kolumbien

Konflikt um Steinkohle aus Kolumbien

Arbeitskampf im Tagebau El Cerrejón. Proteste gegen Kohleimporte in
 Hamburg. Energiekonzerne Eon und Vattenfall in der Kritik

Quelle: Isbi ArmorQuelle: Isbi Armor"Lokomotive des Fortschritts" nennt Kolumbiens Präsident Manuel Santos sein Wirtschaftsprogramm für verstärkten Bergbau und Export. Hier ein gepanzerter Triebwagen für den Transport der Kohle aus dem Tagebau El Cerrejo´n zum Verladehafen.

Bogotá/Hamburg. In der vergangenen Woche ist ein Arbeitskampf im größten kolumbianischen Tagebau El Cerrejón eskaliert. Seit Anfang Januar wurden die Verhandlungsführer der Gewerkschaft Sintracarbón sowie ihre Familien mehrmals von Unbekannten bedroht. Der Präsident der Kohle-Gewerkschaft, Igor Díaz López, und ihr Verhandlungsführer, Aldo Raúl Amaya Daza, erhielten Telefonanrufe in ihren Wohnungen. Unbekannte erklärten: "Passt auf, wir haben euch im Blick." Die Ehefrau von Igor Díaz López wurde auf ihrem Handy angerufen und ihr wurde mitgeteilt, wo sie und ihre Kinder sich aufhielten. Außerdem informierten die Gewerkschaftsführer, dass im Umfeld ihrer Wohnungen mehrmals bewaffnete Männer auftraten.

Weiterlesen: Arbeitskampf im Tagebau El Cerrejón - Energiekonzerne Eon und Vattenfall in der Kritik

(Quelle: von Cécile Lecomte)

Frankreich

Widerstand gegen Atomkraft- und Hochspannungsleitungsbau in Frankreich

pyloneZusammenfassung: Vom 22. bis zum 24. Juni 2012 fand in der Französischen Normandie in Montabot unweit von Le Chefresne ein Widerstandswochenende gegen den Bau einer neuen Hochspannungsleitung statt. Dies steht im Zusammenhang mit dem 2007 begonnenen Bau eines neuen Atomreaktors vom Typ EPR in Flamanville. Die Polizei setzte Splittergranaten gegen die DemonstrantInnen ein. Es kam zu Schwerverletzten.

Das 350 EinwohnerInnen-Dorf Le Chefresne ist bekannt geworden, weil es sich vom Stromnetzbetreiber RTE nicht kaufen ließ und gegen den Bau einer Hochspannungstrasse von zwei mal 400.000 Volt kämpft. 197.518 Euro bot RTE an. Das ist der Jahreshaushalt der Kommune. Damit soll für die Hochspannungsleitung (HSL) Akzeptanz geschaffen werden.

blog.eichhoernchen: http://blog.eichhoernchen.fr/...

Beitrag - Cécile (mp3)

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Externer Link zum Beitragsskript (PDF)

 

lubiatowaAnti – Atomkraftcamp in Lubiatowo

„Gegen Atomenergie – Für demokratische Energie“

Lubiatowo, Polen (Ostseeküste)  -  23.-29. Juli

Aufruf für eine internationale Teilhabe und Workshops (Anmeldeschluß 18. Juni)

Während immer mehr Länder aus der Atomenergie aussteigen, und während die wirtschaftlichen Modelle, die auf unbegrenzte Ausbeutung der fossilen Brennstoffe, durch die Energieunternehmen, fußt, an ihre Grenzen angelangt sind, plant die polnische Regierung (nach intensiver Lobbyarbeit durch den multinationalen Atomverband) 150 Mrd. Zloty (ca. 400 Mio. €) in den Bau von zwei neuen Atomkraftwerken im Land zu vergeuden.

Weiterlesen: Anti – Atomkraftcamp in Lubiatowo

OB in Gewahrsam! - Konflikt um AKW- und HSL Neubau spitzt sich in Le Chefresne zu

(Quelle: eichhörnchen)

Frankreich

Le Chefresne ist derzeit in Frankreich Hochburg des Widerstands gegen die AKW- und Stromtrassenbauten. Seit ende März sind dort Bäume, die einer neuen Stromtrasse in den Weg stehen besetzt. Überall an dem geplanten Trassenverlauf finden Aktionen statt: ob Bäume pflanzen, Spaziergänge auf Baustellen oder auch Sabotageaktionen. Vom 22. bis zum 24. Juni finden in Le Chefresne Aktionstage statt. Das hat die letzte Vollversammlung der Widerständigen gegen die THT (also HSL, für Hochspannungsleitung) beschlossen.

FlyerUngeachtet dessen baut RTE, das Stromnetzunternehmen, weiter. Unter andrem an Zugangswege für die Bauarbeiten an der Trasse. Heute spitze sich die Situation zu Beginn der Arbeiten in Le chefresne bei einer Baustelle an der départementale Stradde D455 bei zu. Der Oberbürgermeister des Ortes, der sich mit einer Stadtverordnung gegen die Trasse wehrt und diese von RTE und Polizei eingehalten werden sehen will, wurde mit einem Bußgeld belegt, weil er Menschen (RTE und die Polizei) daran gehindert hätte, sich frei zu bewegen. Vor ca. 40 DemonstrantInnen hatte er bekannt gegeben, dass die Stadtverordnung gegen RTE hier weiterhin gelte und er diese durchsetzen wolle. Die Verordnung wurde nicht ein mal juristisch für nichtig erklärt, die Pariser Politik ignoriert sie einfach und setzt sich durch. (...)

Link: http://blog.eichhoernchen.fr/...

Krieg um Uran? Mali, Niger und der Uranabbau für Atomkraftwerke

Artikel von Dirk Seifert (umweltFAIRändern), in dem er den militärischen Konflikt in Mali auch im Zusammenhang mit den französischen Interessen, an den Rohstoff-Ressourcen in der Region stellt. Schließlich gibt es auch in Mali und im benachbarten Niger u.a. ein großes Uran-Vorkommen.

(Quelle: Dirk Seifert)

Uran

Frankreich hat in der letzten Woche militärisch in den Konflikt in Mali eingegriffen. Unterschiedliche Kräfte haben im Norden von Mali im letzten Jahr große Gebiete erorbert. Dabei spielen auch fundamentalistische Kampfverbände eine bedeutsame Rolle, die eine separtistische Abspaltung von Mali ereichen bzw. insgesamt in der Sahel-Region islamistisch geprägte Herrschaftsverhältnisse aufbauen wollen, in der die Scharia als gesellschaftlicher bzw. gesetzlicher Rahmen gilt. Möglicherweise nicht in erster Linie dürften für das französischen Eingreifen aber auch schlichte materielle Interessen eine Rolle spielen: z.B. die Uranvorkommen in der Region Mali und Niger.

Nach dem Zusammenbruch des Gaddafi-Regimes in Libyen ist es zu einer Destabilisierung auch in der Sahelregion gekommen. Nicht nur islamistische Kräfte sind von dort aus in Richtung Mali gezogen. Auch die Tuareg, deren Siedlungsgebiete in der gesamten Sahel-Zone liegen und die Länder Libyen, Niger, Mali und weitere Staaten umfassen, spielen in den Konflikten eine wachsende Rolle.

Weiterlesen: Krieg um Uran? Mali, Niger und der Uranabbau für Atomkraftwerke

(Quelle: von Christian Russau, amerika21.de)

Brassilien

Anwohner protestieren gegen geplante Uranmine im Bundesstaat Ceará. Folgen für Gesundheit und Landwirtschaft befürchtet


Fortaleza, Brasilien. Im nordostbrasilanischen Bundesstaat Ceará regt sich erster Widerstand gegen den Uranabbau in der Region. Die Anwohnergemeinden einer geplanten Mine bei der Kleinstadt Santa Quitéria protestierten Mitte der Woche gegen die Förderung des radioaktiven Erzes in ihrer Nachbarschaft. Die Demonstranten versammelten sich im Zentrum der 45.000 Einwohner zählenden Kleinstadt und sprachen sich gegen den drohenden Uranabbau in der Mine Itatáia und für den Schutz der kleinbäuerlichen Landwirtschaft aus. Zu der Demonstration hatten die Lokalgruppen der Caritas, der Landlosenbewegung MST, die Landpastorale CPT sowie andere Gruppen aufgerufen. Die Mine ist entgegen den Planungen noch immer nicht in Betrieb genommen worden, da die Bundes- und Landesbehörden sich bislang nicht darauf verständigen konnten, welche Behörde für die Erteilung der ordnungsgemäßen Betriebsgenehmigung zuständig ist.

Artikel: http://amerika21.de/...

 

(Quelle: abc.net.au)

Uranabbau - Australien

Anti-Uran-Aktivisten durchbrachen während einer Demonstration das Tor der Olympic-Dam-Mine in der Nähe Roxby Downs, 560 Kilometer nordwestlich von Adelaide.

Mine protesters storm outer gate

350 AktivistenInnen demonstrierten gegen den geplanten Ausbau der Uranmiene, dabei wurde das Haupttor der Uranmine durchbrochen, später marschierten die Aktivisten zum Widerstandscamp zurück und skandierten dabei Anti Uran Parolen, die Aktionen stehen im Zusammenhang von mehrtägigen Protesten.

Weitere Info:

KarteKarte (Quelle: NordNordWest -Wikipedia) In der südaustralischen Olympic Dam Mine wird vom australisch-britischen Rohstoffkonzern BHP Billiton Kupfer und Uran abgebaut. Da die Nachfrage nach Uran in den Schwellenländern stetig steigt, soll die Mine, in der 30 % der weltweiten Uranreserven vermutet werden, durch einen umfangreichen Ausbau zum größten Uranabbau-Gebiet der Welt avancieren. Um den Ausstoß an Uranoxid zu vervierfachen, plant der Konzern in den nächsten 15 Jahren jährlich rund EUR 2 Mrd. zu investieren.(Quelle: wko.at)

Video ansehen: hier

Bericht über Uranabbau in Afrika: Kongolesischer Umweltaktivist in Gorleben

(Quelle: contrAtom)

MisabikoGolden Misabiko; Foto: frontlinedefenders.org

Im Rahmen von Filmaufnahmen wird der kongolesische Umweltaktivist Golden Misabiko das Wendland besuchen. Misabiko veröffentlichte in seinem Heimatland 2009 einen Bericht über die Folgen des Uranabbaus durch den französischen Konzern AREVA und wurde daraufhin verhaftet.

Die AREVA-Gruppe ist auf dem Gebiet der Herstellung, des Verkaufs usw. von Energieerzeugungsanlagen tätig. Sein bei weitem größtes Geschäftsfeld ist dabei die Atomtechnik, hier ist der Konzern Weltmarktführer. Die Areva ist nicht nur im Kongo, sondern auch in Mali und im Norden des westafrikanischen Niger, eines der ärmsten Länder der Welt, aktiv. Der Konzern ist dort der größte Arbeitgeber im Land, die Uranmine die weltweit größte. Rund um die Städte Arlit und Akokan beispielsweise sollen sich mittlerweile ca. 35 Mio. Tonnen Abraum türmen, jährlich sollen einige 100.000 nach Angaben AREVAs “unbedenkliche Tonnen” hinzukommen. Kritiker werfen AREVA hingegen vor, die Gesundheit der Minenarbeiter zu gefährden und die Umgebung radioaktiv zu kontaminieren.

Nur aufgrund internationaler Proteste wurde Golden Misabiko aus der Haft entlassen, musste jedoch umgehend auch seine Heimat verlassen. Nun lebt er in Südafrika und weist unermüdlich auf die Folgen des Uranabbaus hin und benennt die Verantwortlichen.

Golden Misabiko ist der Vorsitzende der Abteilung der Provinz Katanga der Menschenrechtsorganisation ASADHO (Afrikanische Vereinigung für den Schutz der Menschenrechte).

Auf Einladung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg referiert Misabiko am kommenden Mittwoch um 20 Uhr im Gasthof Meuchefitz.

Artikel: http://www.contratom.de/...


Veranstaltung Uranabbau Mittwoch, den 27.06.2012 Beginn : 20.00h Gasthof Meuchefitz


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