Uranabbau und Atommüll
Krieg um Uran? Mali, Niger und der Uranabbau für Atomkraftwerke
Artikel von Dirk Seifert (umweltFAIRändern), in dem er den militärischen Konflikt in Mali auch im Zusammenhang mit den französischen Interessen, an den Rohstoff-Ressourcen in der Region stellt. Schließlich gibt es auch in Mali und im benachbarten Niger u.a. ein großes Uran-Vorkommen.
(Quelle: Dirk Seifert)
Uran
Frankreich hat in der letzten Woche militärisch in den Konflikt in Mali eingegriffen. Unterschiedliche Kräfte haben im Norden von Mali im letzten Jahr große Gebiete erorbert. Dabei spielen auch fundamentalistische Kampfverbände eine bedeutsame Rolle, die eine separtistische Abspaltung von Mali ereichen bzw. insgesamt in der Sahel-Region islamistisch geprägte Herrschaftsverhältnisse aufbauen wollen, in der die Scharia als gesellschaftlicher bzw. gesetzlicher Rahmen gilt. Möglicherweise nicht in erster Linie dürften für das französischen Eingreifen aber auch schlichte materielle Interessen eine Rolle spielen: z.B. die Uranvorkommen in der Region Mali und Niger.
Nach dem Zusammenbruch des Gaddafi-Regimes in Libyen ist es zu einer Destabilisierung auch in der Sahelregion gekommen. Nicht nur islamistische Kräfte sind von dort aus in Richtung Mali gezogen. Auch die Tuareg, deren Siedlungsgebiete in der gesamten Sahel-Zone liegen und die Länder Libyen, Niger, Mali und weitere Staaten umfassen, spielen in den Konflikten eine wachsende Rolle.
Weiterlesen: Krieg um Uran? Mali, Niger und der Uranabbau für Atomkraftwerke
(Quelle: von Christian Russau, amerika21.de)
Brassilien
Anwohner protestieren gegen geplante Uranmine im Bundesstaat Ceará. Folgen für Gesundheit und Landwirtschaft befürchtet
Fortaleza, Brasilien. Im nordostbrasilanischen Bundesstaat Ceará regt sich erster Widerstand gegen den Uranabbau in der Region. Die Anwohnergemeinden einer geplanten Mine bei der Kleinstadt Santa Quitéria protestierten Mitte der Woche gegen die Förderung des radioaktiven Erzes in ihrer Nachbarschaft. Die Demonstranten versammelten sich im Zentrum der 45.000 Einwohner zählenden Kleinstadt und sprachen sich gegen den drohenden Uranabbau in der Mine Itatáia und für den Schutz der kleinbäuerlichen Landwirtschaft aus. Zu der Demonstration hatten die Lokalgruppen der Caritas, der Landlosenbewegung MST, die Landpastorale CPT sowie andere Gruppen aufgerufen. Die Mine ist entgegen den Planungen noch immer nicht in Betrieb genommen worden, da die Bundes- und Landesbehörden sich bislang nicht darauf verständigen konnten, welche Behörde für die Erteilung der ordnungsgemäßen Betriebsgenehmigung zuständig ist.
Artikel: http://amerika21.de/...
(Quelle: abc.net.au)
Uranabbau - Australien
Anti-Uran-Aktivisten durchbrachen während einer Demonstration das Tor der Olympic-Dam-Mine in der Nähe Roxby Downs, 560 Kilometer nordwestlich von Adelaide.
Mine protesters storm outer gate
350 AktivistenInnen demonstrierten gegen den geplanten Ausbau der Uranmiene, dabei wurde das Haupttor der Uranmine durchbrochen, später marschierten die Aktivisten zum Widerstandscamp zurück und skandierten dabei Anti Uran Parolen, die Aktionen stehen im Zusammenhang von mehrtägigen Protesten.
Weitere Info:
Karte (Quelle: NordNordWest -Wikipedia) In der südaustralischen Olympic Dam Mine wird vom australisch-britischen Rohstoffkonzern BHP Billiton Kupfer und Uran abgebaut. Da die Nachfrage nach Uran in den Schwellenländern stetig steigt, soll die Mine, in der 30 % der weltweiten Uranreserven vermutet werden, durch einen umfangreichen Ausbau zum größten Uranabbau-Gebiet der Welt avancieren. Um den Ausstoß an Uranoxid zu vervierfachen, plant der Konzern in den nächsten 15 Jahren jährlich rund EUR 2 Mrd. zu investieren.(Quelle: wko.at)
Video ansehen: hier
Bericht über Uranabbau in Afrika: Kongolesischer Umweltaktivist in Gorleben
(Quelle: contrAtom)
Golden Misabiko; Foto: frontlinedefenders.org
Im Rahmen von Filmaufnahmen wird der kongolesische Umweltaktivist Golden Misabiko das Wendland besuchen. Misabiko veröffentlichte in seinem Heimatland 2009 einen Bericht über die Folgen des Uranabbaus durch den französischen Konzern AREVA und wurde daraufhin verhaftet.
Die AREVA-Gruppe ist auf dem Gebiet der Herstellung, des Verkaufs usw. von Energieerzeugungsanlagen tätig. Sein bei weitem größtes Geschäftsfeld ist dabei die Atomtechnik, hier ist der Konzern Weltmarktführer. Die Areva ist nicht nur im Kongo, sondern auch in Mali und im Norden des westafrikanischen Niger, eines der ärmsten Länder der Welt, aktiv. Der Konzern ist dort der größte Arbeitgeber im Land, die Uranmine die weltweit größte. Rund um die Städte Arlit und Akokan beispielsweise sollen sich mittlerweile ca. 35 Mio. Tonnen Abraum türmen, jährlich sollen einige 100.000 nach Angaben AREVAs “unbedenkliche Tonnen” hinzukommen. Kritiker werfen AREVA hingegen vor, die Gesundheit der Minenarbeiter zu gefährden und die Umgebung radioaktiv zu kontaminieren.
Nur aufgrund internationaler Proteste wurde Golden Misabiko aus der Haft entlassen, musste jedoch umgehend auch seine Heimat verlassen. Nun lebt er in Südafrika und weist unermüdlich auf die Folgen des Uranabbaus hin und benennt die Verantwortlichen.
Golden Misabiko ist der Vorsitzende der Abteilung der Provinz Katanga der Menschenrechtsorganisation ASADHO (Afrikanische Vereinigung für den Schutz der Menschenrechte).
Auf Einladung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg referiert Misabiko am kommenden Mittwoch um 20 Uhr im Gasthof Meuchefitz.
Artikel: http://www.contratom.de/...
Veranstaltung Uranabbau Mittwoch, den 27.06.2012 Beginn : 20.00h Gasthof Meuchefitz
Tödlicher Reichtum - Uran im Kongo
(Quelle: WDR 5, Bettina Rühl)
Dok 5 - Das Feature
Uran in der Demokratischen Republik Kongo
Die Uranmine Shinkolobwe in der Demokratischen Republik Kongo gilt als die uranreichste Erzlagerstätte der Welt.
Von hier stammte das Uran für die beiden Atombomben, die die USA 1945 über Hiroshima und Nagasaki abwarfen. 1960 wurde der Erzabbau in Shinkolobwe beendet und die Stollen mit Beton verfüllt.
Dennoch holen Kongolesen heute immer noch die giftigen uranhaltigen Mineralien aus der Mine, in Handarbeit und mit einfachstem Werkzeug. (...)
Autorin: Bettina Rühl
Redaktion: Dorothea Runge
Themen: Länder/Völker, Politik/Wirtschaft
Link: http://www.wdr.de/...
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Urankonferenz 2012
Abschlusserklärung der int. Urankonferenz in Münster
Atome für den Krieg
„Uranindustrie stilllegen - Uranabbau, Urananreicherung und Brennelementefertigung stoppen“
200 AtomkraftgegnerInnen aus dem Niger, Russland, Frankreich, Polen, der Türkei, den Niederlanden und Deutschland haben sich am 4. Februar 2012 in Münster zu einer Internationalen Urankonferenz getroffen. Im Mittelpunkt der Urankonferenz stand die Forderung, die internationale Uranindustrie stillzulegen und den weltweiten Uranabbau, die Urananreicherung sowie die Brennelementefertigung zu stoppen. Die Urankonferenz wurde von einem internationalen Trägerkreis aus 35 Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbänden getragen und ist eine der bundesweit größten Konferenzen dieser Art seit Jahren.
Weiterlesen: Abschlusserklärung der Internationalen Urankonferenz
Brasiliens "strahlende" Zukunft - Uranbergbau in Caetité
Thema Uranabbau
Brasiliens "strahlende" Zukunft - Uranbergbau in Caetité
In Caetité, Brasilien operiert die Uranmine des brasilianischen Unternehmens INB. Hier wird der Rohstoff für das brasilianische Atomprogramm produziert. Zwei Atomkraftwerke sind bereits am Netz, das Dritte befindet sich - mit deutscher Unterstützung - im Bau.
Weitere AKWs sind in den nächsten Jahren geplant. Doch der Uranabbau hat gravierende Folgen für die Bevölkerung im Umfeld der Mine - die Brunnen der Bevölkerung sind radioaktiv verseucht, viele Menschen erkranken an Krebs. Der Transport der "Yellow Cake" zum Hafen ist gefährlich, die Bevölkerung wird von dem Unternehmen vor den Gefahren des Uranabbaus nicht gewarnt. Pater Osvaldino Barboso will dies ändern und kämpft für die Rechte der Menschen im Umfeld der Mine. Er setzt sich ein für mehr Aufklärung und Transparenz, für sauberes Wasser und den Schutz der Gesundheit der Menschen. Mit Hilfe von Misereor konnte ein Film über die Arbeit von Pater Osvaldino gedreht werden.
Weitere Informationen: MISEREOR-Blog
"Atom für Carioca und Caramba". Brasiliens Ausbau des Atomprogramms
(Quelle:Von Christian Russau - fdcl-berlin)
Brasilien
"Atom für Carioca und Caramba". Brasiliens Ausbau des Atomprogramms
Uran in Brasilien: Prospektion, Abbau, Anreicherung
Angesichts steigender Weltmarktpreise weitet Brasilien seine Uranproduktion massiv aus. Die möglicherweise immensen Uranvorkommen sowie die von der Marine entwickelte Zentrifugentechnik stehen dabei im Zentrum des Interesses. Dabei betont Brasilien stets, Uran nur bis zur Grenze von vier Prozent anzureichern. Doch vielleicht darf es sogar ein bisschen mehr sein?
Ausbau von Uranprospektion und -abbau
(...) Dennoch rüstet sich Brasilien für den massiven Ausbau seiner Uranproduktion. Das Land verfügt derzeit über die sechstgrößten Uranvorkommen der Welt, wobei erst ein Drittel der Landesfläche untersucht wurde - und diese Untersuchungen basieren auf Erhebungen aus der 1970er Jahren. Schätzungen des Präsidenten der Brasilianischen Nuklearvereinigung (ABEN), Francisco Rondinelli, zufolge könnte Brasilien über die zweitgrößten Uranreserven der Welt verfügen. "Wir haben bereits 310.000 Tonnen entdeckt, die für 25 weitere produktgleiche Atomkraftwerke wie Angra 2, bei einer Betriebsdauer von 60 Jahren, reichen würden", hob er im Juni dieses Jahres hervor. (...)
Verweis auf weiteren Artikel: AKW am Strand des 'faulen Steins' - zu Angra 3
Ganzer Artikel von fdcl-berlin: Brasiliens Ausbau des Atomprogramms
Canada / Kanada
Uranabbau in Kanada auf dem Gebiet der Cree und Dene
Die weltgrößten Uranminen liegen im Norden der Provinz Saskatchewan, in Canada.
Die „First Nations" der Region haben sich von Anbeginn des Uranabbaus (vor mehr als 30 Jahren) gegen die Uranbergwerke ausgesprochen, ohne ihr Ziel – Anerkennung ihrer vertraglich gesicherten Landrechte und Stopp des Uranabbaus bzw. seine Eingrenzung - zu erreichen.
In den traditionellen Territorien der indigenen Gemeinden im Norden von Saskatchewan, werden Uran, Gold und Diamanten abgebaut. Die kanadische Provinz von Saskatchwan hat ca. 1 Millionen EinwohnerInnen. Die südliche Hälfte ist landwirtschaftlich ausgerichtet (970.000 EinwohnerInnen) und in der nördlichen Hälfte leben ca. 30.000 Menschen, fast ausschließlich Indigene Bevölkerungsgruppen, Cree, Dene und Metis (dazu ein Hintergrundbericht von Günter Wippel.