Repression/Solidarität

Lubmin-Prozess im Amtsgericht Potsdam

(Stand: 21.02.2012 )

Prozesstermin:

Amtsgericht Potsdam:  01.03.2012, Hegelallee 8, 13:30 Uhr

Prozesshintergrund: B. hat im Zuge der Proteste gegen den Lubmin-Castortransport im Februar 2011 an einer Versammlung auf den Schienen teilgenommen. Obwohl die Schienen nach polizeilicher Aufforderung verlassen wurden, wurden Bußgeldbescheide rumgeschickt. Und obwohl diese nach Auffassung vieler rechtswidrig waren, haben viele, wie jetzt rauskam, leider bezahlt, ohne groß darüber zu reden, und werden sich nun vielleicht überlegen, ob sie nochmal Lust haben auf eine Versammlung, die 75 € "kostet".

Das ist Repression, die in diesem Moment erfolgreich würde. Falls Menschen, die das hier lesen, davon betroffen sind, meldet euch bitte nochmal beim EA Greifswald! B. hatte keine Lust, dies hinzunehmen. Daher hat er Einspruch erhoben, welcher nun am 1. März, ab 13:30 am Amtsgericht Potsdam, Hegelallee 8 verhandelt wird.


Für Leute, die aus dem Rostocker Raum zur Unterstützung kommen, gibt es nach Potsdam auch Fahrgemeinschaften. Bei Interesse melde dich unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Betroffenen freuen sich über Unterstützung und Prozessbeobachtung!

Brücken-Prozess - Anti-Atom-AktivistInnen zu Bußgeldern verurteilt

Am 14.02.2012, ging vor dem Amtsgericht Potsdam der Prozess gegen vier Robin Wood Aktivist_innen zu Ende, die im November 2008 kletternd auf einer Brücke über dem Elbe-Seitenkanal demonstrierten. Richterin Ahle verurteilte sie am heutigen zweiten Verhandlungstag zu Strafen zwischen 100 und 150 Euro. Gegen den Hauptvorwurf haben sich die Aktivist_innen erfolgreich zur Wehr gesetzt ; jetzt prüfen sie Rechtsmittel gegen das Urteil.

Trotz des nasskalten Schneewetters waren zahlreiche Unterstützer_innen gekommen, die mit Transparenten, Fahnen und einer kleinen Kletteraktion vor dem Gericht ihre Solidarität mit den Betroffenen ausdrückten.

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Prozessunterstützung für Castor-Prozess in Potsdam

Kriminell ist die Atomindustrie

Mitte Februar geht der Prozess gegen die vier AktivistenInnen weiter, jetzt in die dritte Runde, Anti Atom Berlin berichtete darüber.

Termin:

Di., 14.02.2012, 9:00 Uhr
Amtsgericht Potsdam
Hegelallee 8, Saal 215


Wir haben für euch das Unterstützer Flyer zum Download bereitgestellt

Einlassung - Warum ich mich auf diesen Prozess einlasse?

Wir haben friedlich gegen Atomenergie protestiert. Und sollen dafür 2000€ zahlen. Ist diese Kriminalisierung von friedlichem Protest gegen Atomkraft und die Strafzumessung angesichts der Beweggründe der uns vorgeworfenen Tat gerechtfertig? Was sind die Umstände dieser Tat? Warum haben wir uns gegen die Zahlung dieses überhöhten Bußgeldes entschieden?

Warum haben wir uns, stattdessen, auf diesen Prozess eingelassen?

In Fukushima, Japan, geht in diesen Sekunden die atomare Verseuchung weiter. Trinkwasser und Lebensmittel sind radioaktiv verstrahlt. Hochradioaktive Hot-Spots in Tokyo versetzen diese Millionenstadt in Angst und Schrecken. Die aus den havarierten AKW ausgetretenen radioaktiven Elemente werden für Jahr Millionnen weiterstrahlen und Krebs, Erbschäden und unsägliches Leid verursachen.
„Restrisiko“ nennt man das im Jargon der Atomwirtschaft. Gegen dieses Restrisiko haben wir am 6. November 2008 in Gorleben protestiert. Denn wir wollten keinen weiteren Super-GAU, uns musste man nicht erst vor Augen führen, dass jedes AKW an jedem Ort dieser Erde zu jedem Zeitpunkt havarieren kann. Die Bundesregierung brauchte einen neuen Super-GAU um sich endlich gegen den Weiterbetrieb dieser tödlichen Energie zu entscheiden. Werden wir von Ihnen wegen des Protestes gegen Atomenergie verurteilt, ist der Geist von Fukushima in diesem Gerichtssaal noch nicht angekommen.

Warum ich mich auf diesen Prozess einlasse?

Weiterlesen: Einlassung im Castor-Prozess-26-01-2012

Presseinformation

Castor-Prozess in Potsdam

Potsdam: Castor-Prozess vertagt - Bewegende politische Einlassungen und harter juristischer Schlagabtausch

Mit einer Kletteraktion, politischen Sprechchören und Sambarythmen wurde heute vor dem Amtsgericht Potsdam ein Prozess gegen vier CastorgegnerInnen fortgeführt. Gegenstand der Verhandlung ist eine Kletteraktion mit Bannern bei Lüneburg gegen den Castortransport nach Gorleben im Jahr 2008. Die vier Robin-Wood-AktivistInnen haben Einspruch gegen Bußgelder in Höhe von jeweils 500 Euro eingelegt. Die Verteidigung prägte den heutigen Prozesstag mit bewegenden Erklärungen der Betroffenen zum politischen Hintergrund des Verfahrens und zahlreichen Rügen gegen die unsachliche Verhandlungsführung von Richterin Ahle. Nach 5 Stunden harten juristischen Schlagabtauschs und einem Befangenheitsantrag, wurde der Prozess auf den 14. Februar, 9:00 Uhr, vertagt.

Weiterlesen: Presseinformation - Castor-Prozess-26-01-2012

Prozessunterstützung für AntiAtom AktivistenInnen

Aktionstitel 1Am kommenden Donnerstag werden in Potsdam wieder vier AntiAtom AktivistenInnen (ROBIN WOOD) wegen einer Kletteraktion gegen den CASTOR-Transport nach Gorleben (2008) vor Gericht stehen. Der Prozess wird wieder aufgenommen, nachdem am 01.August 2011 der erste Prozesstermin nach etwa zwei Stunden unterbrochen werden musste.
Einer der Gründe war wieder einmal der viel zu kleine Raum (Saal 21), der eine vernünftige Prozessbeobachtung erschwerte und somit dem gesteigerten Interesse der Öffentlichkeit kaum entsprach. Beim letzten Castor-Prozess kam es deswegen auch zu Beschwerden vor dem Amtsgericht Potsdam.

Prozessunterstützung

Solidarität mit den Anti Atom AktivistenInnen


Update (stand 22.01. 20:40 Uhr)

Prozess-Termin: Donnerstag, 26. Januar 2012 um 9:30 Uhr,
Amtsgericht Potsdam, Saal 215
UnterstützerInnen treffen sich ab 9:00 Uhr vor dem Gerichtsgebäude,
in der Hegelallee 8

Weiterlesen: Prozessunterstützung für AntiAtom AktivistenInnen

Rede von Franziska Wittig auf Kundgebung in Dannenberg

Redemitschnitt

Am Samstag den 26.11 sprach Franziska aus dem Knast heraus auf der Demo „Castor Stopp – Gorleben soll leben“ vor über 20000 Menschen in Dannenberg.

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Post für Anti Atom Aktivistin

Solidarische und nette Post kann Franziska den Haftalltag erleichtern. Ihr könnt ihr an folgende Adresse schreiben:

Franziska Wittig
JVA Frankfurt III
Obere Kreuzäckerstr. 4
60435 Frankfurt

Noch etwas: Wenn Ihr schreibt, Briefmarken beilegen nicht vergessen!
Ihr dürft pro Brief 10 oder 20 Stück mit rein packen ( von Knast zu Knast unterschiedlich ).

Siehe auch: Artikel zu den Hintergründen

Anti-Atom-Aktivistin geht in's Gefängnis

(Quelle: Indymedia)

Im November 2008 ketteten sich drei AktivistInnen unter den Schienen der Castor-Strecke fest. Ihr Protest richtete sich gegen die menschenunwürdigen Bedingungen bei Uranabbau und Verarbeitung, wie auch gegen kapitalistische Logik der Energiekonzerne. Eine von ihnen geht nun ins Gefängnis.

Die Aktion fand auf der Castorstrecke bei Wörth − kurz hinter der deutsch-französischen Grenze − statt. Während der 12 Stunden, die die Polizei brauchte, um die AktivistInnen aus dem Gleis zu holen, musste der Zug in Lauterbourg warten.

Weiterlesen: Anti-Atom-Aktivistin geht in's Gefängnis

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