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(Quelle: spreadnews)

Fukushima

Roboter steckt in Sicherheitsbehälter fest: Wie der Betreiber des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi berichtet, kam es beim ersten Einsatz eines Roboters im Sicherheitsbehälter von Reaktor 1 zu einer Störung.

Der 60 Zentimeter lange Roboter war zunächst wie geplant durch ein Rohr eingeführt worden und führte Messungen von Temperatur und Strahlung durch. Auch die übertragenen Kamerabilder gaben keine Hinweise auf technische Probleme.

Doch gegen 14:10 Uhr stoppte der Roboter plötzlich, nachdem er zwei Drittel seiner geplanten Strecke zurückgelegt und 14 der 18 eingeteilten Bereiche durchquert hatte. Die Techniker erklären, man sei nicht mehr in der Lage den Roboter zu bewegen, obwohl dieser noch auf übermittelte Befehle reagiere und weiterhin Daten sende.

Da der Zwischenfall nach der Untersuchung von Trümmern auf einer Strecke von zehn Metern erfolgte, vermutet man nun, dass sich das Kabel der Fernsteuerung möglicherweise an einer Stelle verfangen haben könnte. Denkbar sei auch, dass einer der Riemen, die das Gerät antreiben, ausgefallen sei. Genaue Informationen habe man jedoch nicht. Der Versuch, den Roboter manuell durch Zug am Kabel zu befreien, sei nicht geglückt. » weitere Infos

Nach aktuellen Meldungen, gibt TEPCO den Roboter im Sicherheitsbehälter auf. Wie Kraftwerksbetreiber TEPCO am Sonntag mitteilte, musste ein ferngesteuerter Roboter, dessen Kabel sich bei einer Mission im Sicherheitsbehälter von Reaktor 1 offenbar verfangen hatte, endgültig aufgegeben werden.

Nachdem das Gerät zwar weiterhin Daten und Bildaufnahmen lieferte, jedoch nicht befreit werden konnte und die Elektronik früher oder später Schaden durch die hohe Radioaktivität nehmen würde, habe man den Roboter aufgegeben. Nach Angaben des Unternehmens wurde noch versucht, den Roboter manuell, durch Zug an den Kabeln zu befreien. Jetzt muss man ihm seinem Schicksal überlassen.

Zwar ist es kein völliger Fehlschlag, denn 14 der geplanten 18 Punkte im Sicherheitsbehälter konnten geprüft werden, dennoch bedeutet diese Entscheidung nicht nur den unrühmlichen Schluss der ersten Roboteruntersuchung in einem Reaktor-Sicherheitsbehälter des AKW Fukushima, sondern auch, dass der Einsatz eines baugleichen Roboters, der für den heutigen Montag geplant war, verschoben werden muss. (...)

 artikelbild fukushima reaktor 1 aufnahmen aus dem sicherheitsbehaelter am 2015 04 10 by tepcoFukushima-Reaktor 1: Roboteraufnahme am 10. April 2015 (Foto: TEPCO/IRID)

Artikel: Spreadnews: Ausfall von Roboter im Sicherheitsbehälter

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